MTU Aero Engines hebt Umsatzprognose für 2026 an
MTU Aero Engines hat seine Umsatzprognose für 2026 auf eine Spanne von 9,5 bis 9,7 Milliarden Euro angehoben, was eine Aufwärtsrevision gegenüber dem vorherigen unteren Ende von 9,2 Milliarden Euro darstellt. Diese Verbesserung wird durch die gestiegene Nachfrage nach Flugzeug-Ersatzteilen und Wartungsleistungen sowie durch einen stärkeren US-Dollar gegenüber dem Euro befördert. Diese Anpassung erfolgt trotz der Erwartung eines langsameren Wachstums im Neumotorengeschäft.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz von MTU im Jahresvergleich um fast 14 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn des Unternehmens sank jedoch im gleichen Zeitraum um 9 Prozent auf 227 Millionen Euro. Dieser Rückgang wurde auf die Neubewertung von Verbindlichkeiten aufgrund des sich ändernden Wechselkurses zwischen Dollar und Euro zurückgeführt. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg um 3 Prozent auf 349 Millionen Euro, blieb aber hinter den Erwartungen der Experten zurück.
MTU rechnet mit einer Free-Cashflow-Conversion-Rate von 55 bis 60 Prozent des bereinigten EBIT, was dem oberen Ende der Zielspanne entspricht, die zuvor in diesem Jahr angehoben wurde. CEO Johannes Bussmann erklärte, dass das Geschäft des Unternehmens weitgehend unbeeinflusst von globalen wirtschaftlichen Entwicklungen sei, selbst angesichts steigender Kerosinpreise, die Fluggesellschaften belasten. Die Nachfrage nach sparsameren Triebwerken, an denen MTU beteiligt ist, bleibe stark, und das Unternehmen positioniere sich als Teil der Lösung, nicht des Problems.
Trotz des Umsatzwachstums erwartet das Unternehmen, dass das bereinigte EBIT zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro liegen wird, was möglicherweise eine Stagnation im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das Zusammenspiel zwischen gestiegenem Umsatz, Währungsschwankungen und einem stabilen EBIT deutet auf ein komplexes operatives Umfeld hin, in dem Gewinne in einem Bereich durch Herausforderungen in einem anderen ausgeglichen werden. Die Ergebnisse spiegeln die Vorteile eines starken Aftermarket-Servicegeschäfts sowie die Auswirkungen eines volatilen Devisenmarktes wider.